Kommunales Starkregenrisikomanagement

Analyse und Handlungsmöglichkeiten


Sturzfluten wie beispielsweise 2008 in der Stadt Neuenstadt, 2015 in Bonndorf und Bretten oder 2016 in Braunsbach (alle Baden-Württemberg) können verheerende Folgen haben. Ursache sind sehr hohe Niederschlagsmengen in sehr kurzer Zeit. Die Folge: Gewässer ufern aus, die örtliche Kanalisation ist hydraulisch überlastet und die Wassermassen bahnen sich ihren Weg oberirdisch durch die betroffenen Kommunen.

Sturzfluten verfügen über ein außerordentliches Zerstörungspotenzial, bedingt durch hohe Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen, meist kombiniert mit erheblichem Feststofftransport. In der dichtbesiedelten Bundesrepublik Deutschland verursachen Sturzfluten durchschnittliche Schäden von mehr als 100 Millionen Euro im Jahr.

Im Gegensatz zu Flusshochwassern weisen urbane Sturzfluten keine Vorwarn- und Reaktionszeiten auf, die Handlungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt.

Arbeitsschritte

In der ersten Phase der Starkregenvorsorge - der hydraulischen Gefährdungsanalyse - werden in der Regel folgende Arbeitsschritte ausgeführt:

  • Aufbereitung des hochauflösenden Geländemodells (DGM),
  • Erfassung der Kanalinfrastruktur,
  • Erfassung der relevanten Gewässerläufe,
  • Punktuelle Ortsbegehungen,
  • Überflutungssimulationen mit dem hydrodynamischen 2D-Modell,
  • Erstellung der Starkregen-Gefahrenkarten.


Die BIT Ingenieure verfügen mit einem interdisziplinär besetzten Team von Hydrologen, Bauingenieuren und Spezialisten für 2D-hydraulische Simulationen über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der hydraulischen Gefährdungsanalyse.

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2D-Simulation einer Sturzflut (Video)

 

 
2D-Modellnetz2D-Modellnetz

 

WassertiefenWassertiefen

Fließgeschwindigkeiten
Fließgeschwindigkeiten

 

FließrichtungenFließrichtungen