Kommunales Starkregenrisikomanagement

Analyse und Handlungsmöglichkeiten


Auf Grundlage der hydraulischen Gefährdungsanalyse werden in der Phase der Risikoanalyse besonders gefährdete Siedlungsbereiche, öffentliche Gebäude und Infrastruktureinrichtungen identifiziert und hinsichtlich ihres Ausmaßes an möglichen Schäden und zu erwartenden Gefahren für die Bevölkerung bewertet. Im Wesentlichen werden folgende Arbeitsschritte ausgeführt:

  • Auswertung der Starkregengefahrenkarten
  • Ermittlung und Bewertung kritischer Objekte und Bereiche (flächenhafte Erstbewertung)
  • Ermittlung und Bewertung kritischer Objekte und Bereiche (Detailanalyse für Einzelobjekte)
  • Ortsbegehungen und Gespräche mit den kommunalen Fachabteilungen (Tiefbau, Stadtplanung, Feuerwehr usw.)
  • Erstellen von Risiko-Steckbriefen

Risikoanalyse
Das Überflutungsrisiko ergibt sich aus der Überlagerung der Überflutungsgefahr (Starkregen-Gefahrenkarten) mit dem Schadenspotenzial. Dabei hängt die Höhe des Risikos von der Häufigkeit des Überflutungsereignisses ab.

In den Starkregengefahrenkarten (SRGK) werden im Gegensatz zu den Hochwassergefahrenkarten (HWGK) keine Jährlichkeiten angegeben. Trotzdem werden standardmäßig drei Häufigkeiten des Oberflächenabflusses untersucht:

  • Seltenes Oberflächenabflussereignis,
  • außergewöhnliches Oberflächenabflussereignis,
  • extremes Oberflächenabflussereignis.

Je häufiger eine Überflutungsgefahr (z.B. eine bestimmte Fließtiefe) auftreten kann, desto größer ist das Risiko bei gegebenem Schadenspotenzial.

Risikomatrix - Außergewöhnliches EreignisRisikomatrix - extremes Ereignis

Risikomatrix in Anlehnung an das Merkblatt DWA-M 119 (Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge für Entwässerungssysteme bei Starkregen), Bild 15